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Ich hatte Euch ja hier von meinem tollen Sommerpost-Projekt erzählt. Und heute möchte ich Euch zeigen, wie meine Paradies-Seiten entstanden sind.

Stempel wollte ich schon seit einer gefühlten Ewigkeit schnitzen. Ich hatte mir vor über einem Jahr bereits einen Stapel Stempelgummi und Schnitzwerkzeug zugelegt, welches in einer Kiste still und geduldig auf mich wartete.  Und tatsächlich hatte ich im Frühjahr den nötigen Energieschub, und habe damit angefangen, mich im Stempel schnitzen zu üben. Wie genial ... ein herrliches Material mit unendlichen Möglichkeiten und echtem Suchtfaktor.

So saß ich also einige Wochen beim Früh-Morgen-Kaffe mit Schnitzmesser und Stempelgummi an meiner Seite und habe noch bevor die Kinder wach wurden den einen und anderen Stempel geschnitzt.

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Als ich dann das Thema der Sommer-Post auf Michaelas Blog entdeckt habe, war es um mich geschehen ... Ruckzuck habe ich mich angemeldet und angefangen, mir ein Konzept und Motive für meine Seiten auszudenken. In solchen Momenten fällt es mir wirklich schwer, nicht einfach alles Liegen und Stehen zu lassen, um meine Ideen sofort umzusetzen. So habe ich jede freie Minute genutzt und kleine Skizzen mit Entwürfen und Ideen angefertigt. Letztendlich habe ich mich für Paradiesvögel, eine bunte Blumenvielfalt, Blätterranken und florale Ornamente entschieden.

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Ich habe so einiges ausprobiert, bevor ich mich an die finalen Seiten herangewagt habe. Das erste Thema war das passende Papier zu finden ... Hallelujah ... entweder war es zu dünn, zu farbig, zu fest oder die Oberfläche war zu glatt ... ich habe Kunstgeschäfte, Bastelläden und Copy-Shops durchwühlt und das Internet durchforstet, aber das was ich wollte fand ich einfach nicht ... letztendlich bin ich einen Kompromiss eingegangen und habe mich für einen zartgelben und cremefarbenen Tonkarton entschieden. Dieser ist zwar ziemlich dick, aber immerhin hatte ich die gewünschte Farbtönung und die offenporige Haptik eines Naturpapiers ...

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Die nächste Herausforderung bestand darin, die richtigen Farben für meine Stempel zu finden. Ich hatte bereits verschiedene Stempelkissen zuhause und natürlich auch einen großen Fundus an Acrylfarben. Letztendlich gefiel mir das Ergebnis mit den matten, kreideartigen Farben der Stempelkissen "VersaMagic" am besten. Also habe ich eine kleine Großbestellung aufgegeben und mir eine ordentliche Auswahl der Farben bestellt. Und ich bin sehr zufrieden mit diesen kleinen, hochwertigen Stempelkissen. Da ich von meiner Gruppe bereits mehrfach eine positive Rückmeldung zu den Farben und ihrer Wirkung bekommen habe, freue ich mich besonders darüber und habe anscheinend mit meiner akribischen Auswahl alles richtig gemacht 🙂 . Uffff ...

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Die fertigen Seiten habe ich dann zusammen mit einem kurzen Briefchen in mein selbstgemachtes Blättergeschenkpapier eingewickelt und in Transparentumschläge gesteckt. Ich hoffe, dass meine liebe Postfrau tatsächlich so viel Geduld aufgebracht hat, die gestempelten Briefmarken ordentlich trocknen zu lassen, damit es keine unschönen Schmierer auf den Umschlägen gibt ...

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Wie ich an den Rückmeldungen meiner Gruppe festgestellt habe, waren die Umschläge ziemlich lange unterwegs. Obwohl ich diese gleich zu Beginn der Woche auf ihre Reise geschickt habe, sind sie teilweise erst Ende der Woche bei ihren Empfängerinnen angekommen ... Vielleicht dauerte das Trocknen der Briefmarkenstempel in der Poststelle ja doch etwas länger 😉 ...

Jetzt freue ich mich auf die nächsten Wochen, wenn ich wieder zum Briefkasten laufen kann und eine feine Sommerpost herausfischen darf ... Glück pur!

Herz   Herzensgrüße, Angelika

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Sommerpost-01

Ich habe es geschafft ... die Sommerpost für meine Gruppe ist verschickt. Wie ich Euch hier schon erzählt habe, habe ich mich im Juni spontan zur Sommer-Mail-Art bei Tabea und Michaela angemeldet. Schon länger verfolge ich auf Michaelas Blog diese tollen Aktionen und als ich das diesjährige Sommer-Thema entdeckt hatte, war sofort klar: Da mache ich mit!

Das Thema lautet: Gestalte für eine Gruppe mit 9 Teilnehmerinnen je 8 Seiten für ein Paradiesbuch. Erlaubt sind alle Drucktechniken, Handschrift und Brushlettering. Die Seiten sollen reine Handarbeit und Original-Unikate sein. Jede Teilnehmerin verschickt in einer ihr zugeteilen Woche ihre Seiten an ihre Gruppe. So erhält man 9 Wochen lang jede Woche einen paradiesisch-gefüllten Umschlag. Am Ende der Sommerpost kann jede Teilnehmerin ihre Seiten zu einem Büchlein zusammentragen und mit der koptischen Bindung zu einem richtigen Buch binden.

Und diese Woche war ich an der Reihe, meine Seiten an meine Gruppe zu verschicken. Ich habe sie alle mit Stempeldrucken gestaltet, die ich selbst geschnitzt habe und mit handgeschriebenen Gedanken ergänzt.

Und so sehen meine fertigen Werke aus:

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Und jetzt zeige ich Euch die unglaublich schönen Seiten, die ich in den letzten Wochen bereits von meinen Gruppen-Teilnehmerinnen erhalten habe.

In Woche 1 habe ich wundervolle Post von Annette erhalten. Sie hat ihre Seiten im Gelli-Druck gestaltet und ich bin hin und weg von den zauberhaften Blumengärten. Der Gelli-Druck ist damit definitiv auf meiner "das-will-ich-unbedingt-auch-probieren-Liste" gelandet und ich hoffe, bald dafür Zeit zu finden. Ganz lieben Dank für Deine tollen Seiten, liebe Annette.

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In Woche 2 war mein Briefkasten erneut gefüllt mit einem toll gestalteten Umschlag und paradiesisch schönem Inhalt von Annette. Sie hat ihre Seiten mit Mischtechnik gestaltet indem sie gedruckt, gezeichnet und Collagen zusammen gestellt hat. Toll finde ich auch die Idee mit den Pergamentpapier-Seiten, auf denen das vordere bzw. hintere Motiv der Seite jeweils durchscheint und so tolle Effekte zaubert. Vielen Dank für Deine schönen Paradiesseiten, liebe Annette.

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In Woche 3 erreichten mich die Seiten von Heidi, die sie mit selbst geschnitzten Stempeln und Wüstenimpressionen gestaltet hat. Da ich selbst ein großer Wüstenfan bin haben mich diese Seiten sehr berührt und etwas Fernweh in mir geweckt. Danke liebe Heidi für Deine herrlich schönen Seiten. Ich bin sehr begeistert.

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In Woche 4 durfte ich erneut einen feinen Umschlag aus meiner Post fischen und die luftig leicht gestalteten Seiten von Elvira bestaunen. Mit ganz unterschiedlichen Techniken hat sie ihre Seiten in ein Wasserparadies verwandelt. Die Seiten sind traumhaft geworden und ich habe viel Freude mit ihnen. Liebsten Dank dafür, liebe Elvira.

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Ich bin ganz im Glück mit dem Projekt "Sommerpost" und ich freue mich so sehr an all den wundervollen, handgemachten Schätzen die hier eintreffen. Ich bin begeistert von all der Vielfalt und den unterschiedlichen Ideen der Frauen meiner Gruppe. Ein wahres kreatives Paradies ...

Ich werde Euch demnächst noch zeigen, wie meine Stempel und Entwürfe entstanden sind und natürlich auch noch, welche Seiten hier in den nächsten Wochen bei mir eintrudeln. Der Gang zum Briefkasten ist in den letzten Wochen zum echten Highlight für mich geworden 🙂 .

Die gesammelten Werke aller Gruppen gibt es übrigens hier zu bestaunen.

Herz   Paradiesische Herzensgrüße, Angelika

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Auszeit-Picknick-01

Die letzten Wochen habe ich hier auf dem Blog recht wenig Kreatives gezeigt. Dabei war ich nicht weniger fleißig und bin noch immer dabei viele Kreativ-Projekte umzusetzten. In der Sommerausgabe der Zeitschrift »Auszeit« drufte ich einen schönen Artikel zum Thema Sommerpicknick verfassen. Lustigerweise war das Wetter just zu diesem Zeitpunkt fürchterlich nass und kalt und von Sommerfeeling keine Spur... Trotzdem habe ich es geschafft, in den kurzen trockenen Phasen 7 einfache und schnelle, aber besonders schöne und wirkungsvolle DIY-Ideen für ein gelungenes Essen im Freien zusammen zu stellen. Wenn ihr also noch Anregungen für ein schönes Ferienpicknick benötigt, kann ich Euch das Heft wärmstens empfehlen :-).

Und weil dieses schöne Mindstyle-Magazin seit Anfang des Jahres nicht mehr nur 4x im Jahr, sondern alle zwei Monate erscheint, bin ich momentan auch schon wieder dabei schöne Spätsommer-DIYs zu kreiren, umzusetzen und zu fotografieren ... Ihr dürft also gespannt sein ...

Auszeit-Picknick-02Auszeit-Picknick-03

Von-Licht-begleitet-2017-Titel-grossAußerdem habe ich die letzten Korrekturen für meinen jährlich erscheinenden Terminkalender »Von Licht begleitet« ausgeführt und an den Schirner Verlag abgeliefert. Dieser befindet sich momentan im Druck und wird ab Ende August erhältlich sein.

Das-Leben-ist-schoen-2017-Titel-grossAn meinem ebenso jährlich erscheinenden Postkarten-Kalender, der in meinem eigenen Verlag GedankenKlang erscheint, arbeite ich gerade fleißig an den Texten und bin dabei, mir besondere Fotomotive auszudenken und diese zu fotografieren. In diesem Jahr heißt der Kalender »Das Leben ist schön« und wird eine kleine Liebeserklärung an das Leben mit all seinen wundervollen Facetten.

SommerButton16-250Schon länger verfolge ich auf Michaelas Blog die tollen Mail-Art-Aktionen und bin davon sehr angetan. Im Juni habe ich mich ganz spontan zur Sommer-Mail-Art angemeldet und bin momentan kräftig am Stempel schnitzen, drucken und Handlettern, um für meine Gruppe schöne Paradies-Buch-Seiten zu gestalten.  Nächste Woche bin ich an der Reihe, meine Seiten an meine Gruppe zu verschicken ... dann werde ich Euch meine Entwürfe, fertigen Drucke und die bisher bei mir eingetroffenen Seiten der anderen Teilnehmerinnen zeigen ... Wer Interesse hat, findet hier bereits viele Einblicke in das tolle Projekt ...

Ihr seht, es bleibt weiterhin spannend und in nächster Zeit gibt es vieles zu bestaunen.

Herz   Fleißige Herzensgrüße, Angelika

2016-29Eine Frage des Blickwinkels

Betrachte Dein Leben und Deine Umstände aus verschiedenen Richtungen

Unser jeweiliges Leben ist, wie es ist. Und je nachdem, aus welchem Blickwinkel wir es betrachten, scheint es uns gut oder verbesserungsfähig. Mir scheint das Leben manchmal wie eine Perlmuttmuschel zu sein – leuchtend schön, facettenreich schimmernd, faszinierend und einzigartig. Jedoch von der äußeren Seite aus betrachtet wirkt die Muschel stumpf und matt, glanzlos, vielleicht sogar langweilig und trübe.

Die Muschel ist, wie sie ist. Es liegt an uns, mit welchen Augen wir sie wahrnehmen, welche Seite wir betrachten.

Und ist es so nicht mit allem was uns begegnet? Alles ist, wie es ist. Unsere Einstellung und unsere Betrachtungsweise macht es letztendlich zu dem, was wir darin sehen und finden möchten. Wenn uns die trübe und glanzlose Seite der Muschel also nicht gefällt ... warum wenden wir sie nicht einfach und erfreuen uns an dem faszinierenden Spiel von Licht und Farbe und dem großen Glanz der uns so bereichert?

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Wenn Dir ein Aspekt Deines Lebens nicht gefällt,
versuche ihn aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Wenn du ihn von oben siehst, 
wirkt er unter Umständen nicht mehr so dunkel,
und wenn du ihn wendest – glänzt er vielleicht ...

Angelika Schäfer

BKette-00

Nachdem der Sommer sich nun doch entschlossen hat aufzutauchen, möchte ich Euch meine Sommerkette zeigen, die ich mir kürzlich selbst gemacht habe. Ich liebe ja den Boho- und Gypsy-Style und so habe ich meine Kette hippie-fröhlich gestaltet.

Boho-Kette-03

Die Kette ist leicht gemacht und trägt sich sowohl prima zu feinen, luftigen Kleidern, als auch zu einfachen Shirts und Jeans.

Ihr braucht dazu:
ein ganz feines Häkelgarn
Perlen
Filz in unterschiedlichen Farben
etwas Stickgarn/Wollreste
evtl. Pailletten
Klebstoff

Um in das feine Garn die Perlen einzuhäkeln, müsst ihr zunächst fleißig sein, und viele, viele Perlen auf das Häkelgarn auffädeln.  Damit ihr einen Anhaltspunkt habt: für meine Kette habe ich genau 325 Perlen verarbeitet.
Wenn ihr die Perlen aufgefädelt habt, kann es mit dem Häkeln der Kette losgehen.  Da ich bei weitem kein Häkelprofi bin, hoffe ich, dass ihr meine Beschreibung trotzdem gut versteht.
Ihr beginnt mit ca. 10 Luftmaschen. Dann werden 5 Perlen abgezählt und nach oben ans Ende der Häkelschnur geschoben. Die nächste Luftmasche wird nun sozusagen mit den 5 Perlen dahinter hängend gehäkelt. So entsteht eine kleine Perlenschlaufe. Nun folgen wieder 3 bis 5 Luftmaschen, je nachdem, wie groß ihr den Abstand zwischen den Perlenschlaufen gerne haben möchtet. Bei meiner Kette habe ich zwischen den Perlenschlaufen immer 4 Luftmaschen dazwischen gelassen. So häkelt ihr nun alle Perlen ein, bis ihr die gewünschte Kettenlänge erreicht habt. Zum Beenden wird der Häkelfaden einfach durch die letzte Luftmasche gezogen.

BKette-03

Bevor ihr nun den eigentlichen Kettenanhänger aus Filz gestaltet, könnt ihr mit wenigen Handgriffen die Quaste herstellen. Dazu  schneidet ihr Euch ein kleines Stück Pappe in der Breite der gewünschten Quastenlänge zu. Um das Pappstück wickelt ihr nun Euren Wollrest gleichmäßig herum. Wenn ihr die richtige Stärke für Eure Quaste erreicht habt, schneidet ihr den Faden ab und knotet das Bündel mit einem extra Stück Wolle oben fest zusammen. Jetzt könnt ihr mit einer Schere die Fäden unten aufschneiden und gleichmäßig zurechtstutzen. Mit einem weiteren Stück Wolle bindet ihr oben die Quaste nochmal ab.

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Für den Anhänger werden aus Filz 2 x 3 unterschiedlich große Kreise ausgeschnitten (jeweils 3 Kreise für die Vorder- und 3 Kreise für die Rückseite).  Mit Stickgarn und einfachen Stickstichen werden diese übereinander zusammennäht. In die Mitte der Kreise könnt ihr jeweils eine Paillette mit Hilfe einer Perle befestigen. Um die Anhänger, Perlenschnur und Quaste zu einer Kette zusammenzufügen schneidet ihr Euch aus dem Filz noch einen Kreis aus, der ein kleines bisschen größer ist, als die Anhängerkreise. Auf diesen großen Kreis näht ihr nun die Kette und die Quaste mit einigen Stichen von Hand fest. Jetzt klebt ihr mit flüssigem Klebstoff auf jede Seite jeweils einen der fertig bestickten Anhänger.

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Und jetzt ... schnell ins sommerliche Kleidchen schlüpfen ... Kette überziehen und ... den Sommer genießen !

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Herz   Sommerschöne Herzensgrüße, Angelika

2016-27Vertrauen haben

Alles ist vollkommen richtig, so wie es ist

An manchen Tagen können wir ihn sehen – den perfekten, vollkommen runden Mond. Und auch wenn die Tage des Vollmondes vorbei sind und der Mond nur einen kleinen Teil seiner Herrlichkeit preisgibt, wissen wir um seine Ganzheit.  Wir zweifeln nicht an seiner Vollständigkeit, auch wenn sie für unser menschliches Auge zeitweise nicht zu sehen ist.

Alles ist vollkommen. Alles ist, so wie es ist, genau richtig. Und in manchen lichten Momenten dürfen wir diese Vollkommenheit fühlen und erkennen. Warum zweifeln wir noch in so vielen Lebenssituationen? Die Natur, das Leben, macht keine Fehler. Wenn sich Zweifel oder Unzufriedenheit in unseren Alltag drängt, wenn wir zu hadern und zu grübeln beginnen, ob wir uns noch auf dem richtigen Weg befinden, dann sollten wir uns erinnern. Erinnern – an das Bild des Mondes und an die vollkommene Rundung, die auch dann vorhanden ist, wenn wir sie nicht sehen können.

Erinnere Dich, dass vieles im Verborgenen liegt.
Erinnere Dich, dass das Ganze bereits vorhanden ist.

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Die Vollkommenheit steckt in allem.
Nur sind wir nicht immer in der Lage diese zu sehen.

Angelika Schäfer