Archive für den Monat: September 2017

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Im Zuge der Postkunst, die von Michaela und Tabea ins Leben gerufen wurde, startet heute die Aktion „Wir machen uns sichtbar“. Dabei stellen sich Teilnehmerinnen der Postkunst vor und erzählen über sich selbst und ihr künstlerisches Schaffen. Da mache ich doch sehr gerne mit, obwohl ich noch recht neu im Kreise der Postkünstlerinnen bin. In der Zwischenzeit habe ich 4mal bei den tollen Postkunstaktionen teilgenommen und sie sind mir schon richtig ans Herz gewachsen und zu einem echten Glücksfaktor im Alltag geworden.

Da ich mich selbst auf meinem Blog noch nie so richtig vorgestellt habe, aber Vorstellungen von Menschen, die hinter einem jeweiligen Blog stecken, sehr spannend und interessant finde, gab es keinen Zweifel mehr, hier nun doch einmal ein paar Fakten über mich selbst preiszugeben :-).

Mein Name ist Angelika und geboren bin ich im Jahr 1973. Ich bin gelernte Schriftsetzerin und noch heute in diesem Beruf tätig, wobei dieser in der Zwischenzeit als Mediengestalter umbenannt wurde und mein Aufgabenbereich größtenteils im Programmieren eines Satzsystems liegt. Ich bin Mama von zwei wundervollen Jungs. Der eine befindet sich im zugegebenermaßen spannendem Teenageralter und der andere im mitunter sehr grenzensuchendem Kindergartenalter.  Das heißt im Klartext … bei uns geht es meist sehr bunt, turbulent und hin und wieder auch chaotisch zu *lach*. Seit ich denken kann, mag ich Kunst aller Art. Ich habe über 20 Jahre lang Querflöte gespielt, unter anderem im Chor gesungen und Theater gespielt. Meine Mama ist Malerin und so kam es, dass ich nach der Geburt meines ersten Sohnes begonnen habe, zu Ihren Bildern Texte zu verfassen. Mein Sohn mochte als Baby die Frequenzen meiner Querflöte nicht, und begann jedes Mal fürchterlich zu weinen, wenn ich Musik machte (ich hoffe zumindest, dass es an den hohen Frequenzen der Flöte lag 🙂 ) und so verlagerte ich meinen künstlerischen Ausdruck auf das wesentlich stillere Schreiben. Ich hatte große Freude daran und schnell entstand die Idee aus den Bildern meiner Mama und meinen Texten ein Buch heraus zu geben. Ich schrieb verschiedene Verlage an, die aber ihre eigene Vorstellung von dem fertigen Buch hatten und so beschlossen wir, das Buch selbst herauszugeben. Wie gut, dass ich Schriftsetzerin war und das technische Equipment und Knowhow besaß. Kurz darauf schrieb ich für meinen Sohn Kindergeschichten und auch hier war schnell klar, dass ein Buch daraus werden sollte. Um nun alles „Regelkonform“ und professioneller  werden zu lassen, gründete ich 2007 meinen GedankenKlang Verlag.

Mein Schreibtisch. Hier entstehen die Layouts für meine Bücher und Kalender, hier entwerfe ich Flyer, Visitenkarten und Prospekte. Außerdem zeichne ich auch immer wieder gerne am Computer und so entstehen hier auch etliche Illustrationen.

Im Laufe der Jahre kamen neue Bücher und Büchlein hinzu, Kalender, Geschenkpapier, Notizbüchlein und viele verschiedene Postkarten. Da ich meinen Verlag nebenberuflich leite, als Mama sowieso nicht viel Zeit im Alltag übrig bleibt, alle Produkte selbst gestalte und meistens auch die Inhalte von mir stammen ist mein Verlagsprogramm nicht sehr umfangreich, dafür aber klein und fein.

Am Computer gezeichnete Muster werden zu Geschenkpapier.

Schritt für Schritt ist er entstanden ... mein neuer Abreissblock. 222 Blätter, mit selbst gemachten Fotos, Illustrationen, gestempelten Motiven, gemalten und gezeichneten Bildern und vielen aufmunternden Sprüchen und inspirierenden Texten.

Hin und wieder bin ich mit meinen Büchern und mit meinen kleinen Schätzen auf hübschen Märkten.

Ich liebe es, morgens noch ganz alleine meine erste Tasse Kaffee zu genießen und den Tag nicht im Laufschritt zu beginnen, der mich meist durch den Tag begleitet. Ich mache Yoga, habe, wenn möglich, immer frische Blumen auf meinem Tisch und könnte gerne auf Putzen und Hausarbeit verzichten. Kreatives Arbeiten ist mein persönlicher, innerer Ausgleich und es drängt mich förmlich danach etwas Schönes mit meinen Händen zu schaffen. Ich arbeite (zu) viel und sitze in Folge dessen viel zu oft und viel zu lange am PC. Ich liebe die Natur und bin dennoch (aus vorangegangenen Gründen) viel zu wenig in ihr unterwegs. Ich höre auf meine innere Stimme, glaube an die himmlischen Mächte und vertraue darauf, dass meine Lebensschritte von ihnen geführt und begleitet sind.

Besonders gefällt es mir, in meine gemalten Bilder meine Texte und Sprüche mit einzubinden.

Kreativität ist für mich "Urlaub für die Seele". Ein Bild zu malen, oder einen Stempel zu schnitzen ist für mich wie eine Meditation, es beruhigt mich, gleicht mich aus und macht mich vor allen Dingen glücklich. Ich bin auf keine besondere Technik festgelegt und probiere gerne aus, bzw. versuche umzusetzen, was mir gerade in den Sinn kommt.

Darum finde ich auch die Postkunst so reizvoll und inspirierend. Hier gilt es Neues auszuprobieren, Techniken zu verfeinern und diese auf das vorgegebene Thema anzupassen. Zudem findet ein toller Austausch unter "Gleichgesinnten" statt und im Laufe meiner letzten Postkunstaktionen sind viele nette Kontakte entstanden und haben virtuelle Begegnungen stattgefunden, die ich nicht missen möchte. Mit meiner Kreativität mich selbst glücklich zu machen ist das eine ... wenn ich es aber schaffe, darüber hinaus andere Menschen zu berühren und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, dann habe ich mit meiner Kunst vermutlich alles richtig gemacht ...

   Herzensgrüße, Angelika