Holzhäuschen-Stifthalter {Brandmalerei}

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So, nun sind auch hier in Baden-Württemberg die Ferien vorüber und die erste Schulwoche ist geschafft. Mit dem Schulanfang ist bei uns immer eine große Aufräum- und Sortieraktion verbunden. Schultasche, Mäppchen und Ordner werden in den Optimalzustand versetzt, so dass das Arbeiten (zumindest theoretisch) wieder richtig Freude macht.

Von dieser Schulunterlagen-Ordnung habe ich mich ein wenig anstecken lassen und festgestellt, dass auch mein Schreibtisch eine kleine Radikalkur nötig hat. Und weil ich täglich gefühlte Stunden damit verbringe, auf der Suche nach einem schreibbaren Kugelschreiber oder angespitztem Bleistift zu sein, kam mir die Idee, ein sicheres, festes und schönes Plätzchen für MEINE Bleistifte zu schaffen.

Rausgekommen sind diese kleinen verzierten Holzhäuschen, in die man als Schornstein einen Bleistift einstecken kann. Praktisch und schön ... so liebe ich das 🙂

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Zuerst habe ich mir im Baumarkt eine Holzleiste in 10 und 12 cm kleine Stücke sägen lassen.
Auf diese habe ich mir mit einem gefühlte Stunden gesuchtem Bleistift die Dachschräge und feine Ornamente aufgezeichnet.
Diese habe ich dann mit einem Lötkolben und einem Aufsatz für Brandmalerei in das Holz eingebrannt. Ich muss zugeben, dass war eine ganz schön zittrige Angelegenheit, denn der Lötkolben ist nur ziemlich weit hinten zu fassen und ich musste mich erst einmal an dieses neue Schreib-/Zeichen-Gefühl gewöhnen. Außerdem war es schwierig durch die Holzmaserung den Lötkolben gleichmäßig zu führen. Die Lebensringe sind wesentlich härter als das Holz und so musste ich aufpassen, dass der Lötkolben nicht ständig abrutscht. Ich empfehle also beim Nachmachen ein Holz mit möglichst wenig Maserung zu verwenden.

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Nach dem Einbrennen der Verzierung wollte ich mit der Handsäge meines Sohnes die Dachschräge zusägen ... nun ja ... Gehrungssägen scheint es nicht umsonst zu geben. Das Ergebnis meines gesägten Daches war gruslig und nicht wirklich als Dach zu bezeichnen.

Also bat ich meinen FachMANN um Hilfe. Die Gehrungssäge war schnell organisiert  und so wurden aus den Klötzchen dann doch noch echte Häuschen.
Und weil wir grad so schon dabei waren, bohrte er mir auch gleich noch die Löcher für die Bleistift-Schornsteine in das Holz. Um mit dem Bohrer auf der Schräge nicht abzurutschen, hat er zuerst mit  einem ganz feinen Bohrer ein kleines Loch waagrecht in das Holz gebohrt, Anschließend hat er mit dem gleichen feinen Bohrer das Loch senkrecht nach unten vorgebohrt. Mit immer dicker werdenden Bohrern haben wir dann das Loch an die Bleistiftdicke angepasst.

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Zum Schluss habe ich die Kanten und das Häuschen noch mit feinem Schleifpapier glattgeschliffen und mit weißer, stark mit Wasser verdünnten Acrylfarbe angestrichen. Somit wirken die Häuschen nicht ganz so rustikal sondern bekommen einen etwas feineren Look.

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Vor lauter Häuschen basteln blieb für das Schreibtischaufräumen jetzt leider keine Zeit mehr ... somit ist mein Arbeitsplatz definitiv noch nicht im Optimalzustand. Aber zumindest finde ich momentan drei angespitzte Bleistifte innerhalb von Sekunden. Ist doch auch schon mal was ...

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Ich wünsche Euch eine entspannte Arbeitswoche.

Herz   Herzensgrüße, Angelika

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